Geld für’s aber

Parthenon der Bücher, Dokumenta 14, 2017 Foto: Angela Bittner-Fesseler

Parthenon der Bücher, Dokumenta 14, 2017 Foto: Angela Bittner-Fesseler

Bei aller Diskussion um ein „hüpfburgenhaftes“ Kunstwerk auf der Dokumenta 14 (hübsch assoziiert von Hanno Rauterberg in der ZEIT vom 13. Juni 2017)  tritt die Stadt Kassel mit ihrer unpretentiösen Art zu sehr in den Hintergrund. Dabei hat die Gastgeberin offenbar eine freundliche Persönlichkeit.. Denn sie  lässt Schilder aufstellen, die üblicherweise in Deutschland viel strenger klingen.

Und das geht so: Über den Fluss dürfen die Fahrradfahrer ausnahmsweise, „aber“ (Originalzitat) nur wenn sie rücksichtsvoll und langsam fahren. Nach solch freundlicher Argumentation auf einem offiziellen Straßenschild kann man also darüber nachdenken, warum „aber“: Die fürsorgliche Stadt? Ein neuer pädagogischer Ansatz? Wie: „Du darft das Eis bekommen, aber nur wenn Du …“? In jedem Falle löst das beim aufmerksamen Spaziergänger Freude aus, dass in der Stadtkasse für ein den Geist anregendes Wörtchen Geld da ist.

Juni 2017