Willkommenskultur reloaded

Manchmal schenkt einem die reale Welt Symbolbilder für inkosistente Komunikation, wie sie ein Designer nicht besser hätte entwerfen können. Denn die Arbeitsergebnisse der PR wie Websites, Broschüren etc. wirken nicht immer so freundlich auf die Rezipienten, wie sie sollten. Bedenkt man, dass die Profis sie ja erreichen wollen. Offen heißt also nicht immer so offen, dass ein Besucher ein Unternehmen oder eine Organisation emotional wirklich besuchen kann. Dies kann an der Un-Übersichtlichkeit der Website liegen, die abschreckend wirkt. Aber auch Broschüre können durch Farbgebung, Worte, Bilder oder auch das Papier ausdrücken: Bleib draussen. Das ist exklusiv oder für Dich bzw. Sie ungeeignet. Oder: Das verstehst du nicht. Zu sagen, jemand ist willkommen und einen Zaun dahinter aufzustellen, ist wunderbar widersinnig. Dieser innere Widerspruch zwingt den Betrachter zum Benutzen seines Gehirns und hier der linken Hemisphäre, in der die kritische Bewertung verankert ist.

Sieht man das Bild unten stellt man sich vermutlich die Frage, was soll das? Wenn ich dorthin will, wie soll das möglich sein? Lohnt sich der Aufwand? Und möglicherweise geht man nach blitzschnellem Abwägen wieder weg. Für mich ist das Foto ein gelungener Hinweis für die Unternehmenskommunikation zu prüfen, wie wirkt denn meine Treppe und der Zugang zu ihr – also die Homepage oder das Cover einer Broschüre – gestaltet, um jemanden in das virtuelle Konstrukt, das ich mit meiner Kommunikation von meiner Organisation, meinem Unternehmen einzuladen? Ist es offen und freundlich, und heißt den (auch zufälligen) Besucher willkommen? So dass er sich beim Betrachten keine der oben genannten Fragen stellen muss.

Winter 2015/16

Wintersaison in Luisenburg (Foto: Bittner-Fesseler)

Wintersaison in Luisenburg (Foto: Bittner-Fesseler)

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