Kampagnenkonzeption gegen Frauenarmut_2015 Website design akademie berlin

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Scheinbar schon lang passé, aber nein, Kommunikation tut auch hier not: Frauenarmut. Mit ein bisschen (Taschen-)Geld weniger fängt es nämlich an und bei der Rente wird es deutlich – doch keiner weiß es. Zu merken ist es erst, wenn es zu spät ist – im Rentenalter, wie es manchen Dinge im Leben eben so ist.

Beim ersten Blick in das Gesetz scheint alles gut zu stehen mit der Gleichberechtigung in unserem Land. Der zweite Blick auf die Zahlen zeigt: Die Lücke ist groß zwischen Mann und Frau und dem schnöden Mammon, den sie später einmal bekommen. Davon, dass Aufklärung nötig ist, weil Armut jede(n) treffen kann aus der Familie, hatten sich die Studierenden selbst überzeugt: Statistisch gesehen haben Frauen nicht nur im Schnitt 22 Prozent weniger Gehalt, sondern auch 60 Prozent von ihnen deutlich weniger Rente als Männer – doch kaum jemand unter uns weiß etwas davon, oder glaubt, dass dies ein echtes Problem werden könnte. So hatten manche der Studierenden zunächst ihre Zweifel an der Relevanz des Themas, nach ihren Recherchen für das Projekt waren sie jedoch davon überzeugt: Das muss jetzt anders werden. Also doch eine echte Aufgabe der Kommunikation – und gerade für jungen Menschen, die es einmal betreffen kann. Auf der Pressekonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands am 12. November 2015 wurden der Presse und den KooperationspartnerInnen u.a. die Arbeiten meines Masters Unternehmenskommunikation vorgestellt. Die Studierende fanden im Sommersemester für die bundesweite Kampagne gegen Frauenarmut „Mir.fehlt.was. – Frauenarmut trifft alle“ märchenhafte, mit der Sprache spielende oder auch provozierende Ideen. Allen Videos und Konzepten ist eines gemeinsam – das Thema braucht Aufmerksamkeit in der Gesellschaft, manchmal auch mit unerwartet klaren Aussagen, wenn nach dem Duden buchstabiert wird: „Armut, die – Substantiv, (ist) feminin.“ Jetzt geht es in die Öffentlichkeit.

Zum Kampagnenstart auf der Ministeriumsseite

Nov. 2015

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